Geschichte des Wassersports

Geschichte des Wassersports

In vielen Städten Deutschlands gehört Wassersport zur Kultur einfach dazu. Nehmen wir nur einmal Berlin, Hamburg oder auch das schöne Dortmund – was wären diese Städte ohne die Wassersportarten? Im Sommer kommen Wassersportfans aus verschiedenen Teilen Deutschlands zusammen, um zu segeln, zu tauchen oder auch einfach zum Schwimmen. Man muss also nicht an einem der schönsten Orte sein, die für ihr Wassersportangebot bekannt sind. Auch in Deutschland ist das Angebot an Wassersportarten groß. In diesem Artikel erzählen wir euch ein bisschen mehr darüber, wie sich verschiedene Wassersportarten eigentlich entwickelt haben.

Segeln

Beim Segeln wird euer Boot oder Schiff mit Windenergie betrieben. Wie ihr euch sicher denken könnt, gibt es diese Art der Fortbewegung schon seit einigen Jahrhunderten. Etwa gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann man, maschinenbetriebene Schiffe zu verwenden, denn diese sind bekanntermaßen weniger vom Wetter abhängig. Vorher waren Segelschiffe aber das Mittel der Wahl, um sich von A nach B zu bewegen. Die erste Darstellung eines Bootes findet sich so etwa 5000 vor Christus und ist auf einer ägyptischen Totenurne zu sehen.

Heutzutage ist das Segeln eher eine Freizeitbeschäftigung, wird außerdem auch gern als Wettkampfsport betrieben. Die Größe der Boote variiert dabei, ihr könnt mit einer Ein-Mann-Jolle über das Wasser gleiten oder aber einen Großsegler, einen Katamaran oder eine Yacht dafür nutzen. Aus den verschiedenen Arten von Schiffen haben sich außerdem auch unterschiedliche Segelmanöver entwickelt. In Sportkämpfen werden die verschiedenen Manöver dann in möglichst perfekter Form ausgeführt.

Surfen

Das Wellenreiten nahm seinen Anfang in Polynesien. Es gibt Höhlenmalereien, die Menschen auf den Wellen zeigen, und diese Malereien stammen aus dem 12. Jahrhundert. Etwa 1720 kam das Surfen dann nach Hawaii, dies war durch die Seefahrten der Polynesier möglich. Der Sport breitete sich so also weiter aus und anders als man vermuten mag, war das Surfen früher für die Hawaiianer nicht bloß ein Sport, sondern ein wichtiger Teil ihrer Religion. So war es zum Beispiel von großer Bedeutung, welchen Baum man für den Bau des Surfbretts nutzte. Dies hatte den Sinn, den Göttern zu dienen. Interessant ist außerdem, dass jeder surfen durfte, es gab aber dennoch strenge Richtlinien, die festlegten, wer an welchem Strand ins Wasser durfte.

Das Tagebuch von James Cook brachte die erste schriftliche Überlieferung über die Ursprünge des Surfens. Er entdeckte den Sport auf Hawaii und im Zuge der Kolonisation veränderten die Hawaiianer ihr Wesen: Waren sie vorher sehr lebensfroh, mussten sie fortan ein gesitteteres Leben führen. Für eine Weile rückte das Surfen also in den Hintergrund, ganz vergessen hatte man es aber nie – und irgendwann verbreitete sich das Surfen auf der ganzen Welt.

Tauchen

Diese Geschichte begann schon vor etwa 6500 Jahren. Wie wir alle wissen, sind wir seit jeher an Seen, Flüsse und das Meer gebunden. Für viele Menschen war dies eine wichtige Nahrungsgrundlage, außerdem führten viele Transportwege über das Wasser. Entsprechend lässt sich nachweisen, dass es schon um 4500 vor Christus Apnoetaucher gab. Diese fand man in Ostasien, Indien sowie im Arabischen Meer und sie tauchten dort nach Korallen, Perlen und Perlmutt.